Wie lässt sich das Potenzial der Solarenergie künftig noch besser nutzen? Drei Ideen.
Strom vom Acker
Oben erzeugen Solarmodule Energie, unten wachsen Pflanzen: Das ist das Prinzip der Agri-Photovoltaik, die Forscher auch hierzulande testen. Weil sie zeitgleich für Landwirtschaft und Stromproduktion genutzt wird, bringt eine Fläche doppelt Ertrag – Energie und Nahrungsmittel. Dadurch gibt es mehr Flächen für die Solarstromerzeugung. Und auch die Pflanzen profitieren. So spendet ein geeignetes Solardach zum Beispiel Schatten und schützt den Boden vor dem Austrocknen. Eine Win-win-Situation!

Solaranlagen im All
Manche Länder wollen in Zukunft hoch hinaus, um saubere Energie zu produzieren – in den Weltraum. Denn dort ist jede Menge Platz und die Sonne scheint pausenlos. Die Idee: Riesige Solarmodule im All erzeugen Sonnenstrom und schicken die gewonnene Energie etwa in Form von Mikrowellen zurück zur Erde. Dort wird sie wieder in Strom umgewandelt. Machbarkeitsstudien legen nahe: Die außerirdischen Solarfarmen sind eine ambitionierte Vision, aber technisch nicht unmöglich.

Module zwischen Schienen
Zehntausende Kilometer lang ist das deutsche Eisenbahnnetz. Viel Platz für Solarmodule, meinen Experten. Die Vorteile, wenn man die Module direkt zwischen den Gleisen verlegt: Dieser Raum ist frei von beschattenden Bäumen oder Büschen und bietet eine ebene Fläche für die Solarmodule. Ob’s funktioniert? Das prüft nicht nur die Deutsche Bahn. In unserem Nachbarland Schweiz untersucht ein Pilotprojekt diesen Ansatz ab Mai in der Praxis: mit einer Teststrecke im Kanton Neuenburg. Bahn frei für eine klimaneutrale Fahrt!
Fotos: Canities, Jacopo Landi, Denis Belitsky (alle Shutterstock.com)
