Von außen sehen sie aus wie ganz normale Trafohäuschen. Doch im Inneren unserer digitalen Ortsnetzstationen, kurz digiONS, steckt jede Menge Intelligenz. Was so eine smarte Station alles kann? Wir haben sie gefragt.
Was unterscheidet dich von analogen Ortsnetzstationen?
Genau wie sie wandle ich die Mittelspannung aus dem regionalen Netz in Niederspannung für die Haushalte um. Ich übertrage aber mehr Leistung und transformiere nicht nur Strom. Dank moderner Mess- und Kommunikationstechnik weiß ich immer ganz genau, was in meiner Straße läuft. Meine Erkenntnisse übermittle ich alle 15 Minuten meinen menschlichen Kollegen, die damit weiterarbeiten: zum Beispiel in der Leitstelle. Die haben so jederzeit einen transparenten Einblick ins örtliche Stromnetz – und können es mit meiner Hilfe sogar fernsteuern. Damit schaffe ich die Voraussetzungen für einen besonders sicheren und effizienten Netzbetrieb!
Welche Vorteile hat das konkret?
Als smarte Station schlage ich zum Beispiel Alarm, wenn eine Überlastung droht. Die Netzleitstelle kann dann reagieren, bevor überhaupt ein Problem entsteht. Viele Störungsfälle lassen sich über mich zudem aus der Ferne – und damit schneller – beheben.
Dass ich mitdenke und das Netz steuerbar mache, hilft auch bei der Energiewende vor Ort. Denn mehr Wärmepumpen, mehr Solaranlagen und mehr E-Autos sorgen für schwankende Stromflüsse, die ich smart im Griff behalte. Doch ich mache die Netze nicht nur transparenter und stabiler. Ich unterstütze auch bei der Netzplanung.
Wie denn?
Die Daten, die ich sende, zeigen genau: Welcher Ortsteil verbraucht wie viel Energie? Und wo entstehen in Zukunft womöglich Engpässe? So kann die Süwag den Ausbau gezielt dort vorantreiben, wo er wirklich nötig ist. Clever, oder?
30
Prozent der Ortsnetzstationen in unserem Netz will unsere Netztochter Syna bis Ende 2026 smart machen. Zwei Drittel dieses Ziels hat sie schon jetzt erreicht.
Foto: Süwag/von der Marwitz
