Energiepreise

„Preise bleiben stabil“

  • 03.12.2024
  • 1 Minute
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Weitere Entlastung oder steigende Kosten: Was bringt das Energiejahr 2025? Vier Fragen an Süwag-Experte Toni Walther.

Herr Walther, wie ist die Lage auf den Energiemärkten aktuell?
Im Vergleich zu den vergangenen Jahren hat sie sich deutlich beruhigt. Das ist eine gute Nachricht. Denn die Beschaffungskosten für Strom und Gas werden dadurch tendenziell günstiger. Dabei gilt: Jede Ersparnis berücksichtigen wir natürlich bei der Preiskalkulation.

Welche Aspekte spielen für die Preise noch eine Rolle?
Der Energiepreis setzt sich nicht nur aus den Kosten für Beschaffung und Vertrieb zusammen. Hinzu kommen staatliche Steuern und Umlagen sowie Netzentgelte, die wir als Energieversorger gar nicht selbst beeinflussen. Hier ist die Entwicklung dynamisch. Bleiben wir bei den Netzentgelten: Für Gas werden sie im kommenden Jahr steigen. Denn durch die zunehmende Nutzung von klimafreundlicheren Lösungen wie Wärmepumpen und Fernwärme geht die Anzahl der Haushalte, die Gas beziehen, mittelfristig zurück. Gasnetze müssen um- oder sogar rückgebaut werden. Den Netzbetreibern entstehen dadurch Kosten, die sie schon jetzt abschreiben dürfen – auch um zu verhindern, dass Verbraucher am Ende dieses Transformationsprozesses auf einmal extrem hohe Entgelte zahlen.

Und wie sieht es beim Strom aus?
Deutschland investiert viel in den Ausbau der Verteilnetze. Das ist auch wichtig, nur so kann die Energiewende gelingen. Bisher werden die Kosten dafür regional gestemmt. Das heißt: Wo wegen des Ausbaus von erneuerbaren Energien besonders viel investiert wird, zahlen Kunden mehr. Das soll sich ab 2025 ändern. Dann will die Bundesnetzagentur die Kosten gleichmäßiger und somit gerechter verteilen. Regional überdurchschnittlich hohe Investitionen ins Netz können dann bundesweit umgelegt werden. Schließlich profitieren wir alle von mehr Windkraft- und Solaranlagen in unserem Land. Der Ausgleich erfolgt über die Umlage, die unsere Kunden bisher als §19-Strom-NEV-Umlage kennen. Sie wird umbenannt: Auf der Rechnung taucht sie künftig als „Aufschlag für besondere Netznutzung“ auf.

Was bedeutet das nun für meine Rechnung?
Durch unsere Beschaffungsstrategie ist es uns gelungen, die steigenden Kosten für Netzentgelte und staatliche Umlagen auszugleichen, sodass die Strom- und Gaspreise über den Jahreswechsel hinaus stabil bleiben.

Toni Walther
Süwag-Energieexperte

Fotos: Süwag, Tijana Simic/Shutterstock.com


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