Ob Quereinsteiger oder Nachwuchskraft: Bei der Süwag soll jeder sein volles Potenzial entfalten. Wie wir unsere Talente fördern und Raum für Entwicklung schaffen.
Notizen in der Hand, die Präsentation im Rücken: Vanessa Schuller sitzt im Kreis von Kollegen und hält einen Vortrag. Das monatliche Austauschtreffen der Nachwuchs-Gruppe, kurz NeNa, findet statt. Dieses Mal stellt die 34-Jährige, die als Referentin für Netzentwicklungsplanung bei der Syna arbeitet, eine Methode vor, die sie selbst vor kurzem erst kennengelernt hat: das Peer-to-Peer-Coaching.
Dabei geht es um kollegialen Austausch, offen und praxisnah. „Jetzt probieren wir das Ganze mal aus“, sagt Schuller und leitet die praktische Übung ein. Ein Kollege schildert, dass es ihm schwerfällt, seine Belastungsgrenzen aufzuzeigen. Ein Teilnehmer rät, Aufgaben klarer zu priorisieren und Verantwortung gezielt abzugeben. Andere schlagen vor, Erwartungen im Team frühzeitig anzusprechen.
„Uns ist es wichtig, dass alle ihr Potenzial entfalten können.“
Maylien Henze, Leiterin Personalentwicklung
Das Meeting ist Teil des Nachwuchsförderprogramms, das Vanessa Schuller und neun weitere Süwag-Mitarbeitende gerade absolvieren. Über 24 Monate bereiten sie sich auf erste Führungsaufgaben vor und tauschen sich regelmäßig über das Gelernte aus. „Ich schätze besonders, dass wir nicht bei der Theorie stehen bleiben, sondern direkt über die Praxis sprechen.“ Seit fast acht Jahren arbeitet Vanessa Schuller bei der Netztochter der Süwag. Nach ihrem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens startete sie als Trainee und entwickelte sich Schritt für Schritt weiter. Als sie während der Elternzeit ihres Vorgesetzten das zwölfköpfige Team vertretungsweise leiten durfte, wuchs der Wunsch nach Führungsverantwortung und sie bewarb sich für das NeNa-Programm.

Kompetente Begleitung: Als Leiterin der Personalentwicklung unterstützt Maylien Henze Süwag-Mitarbeitende dabei, ihre Karriere zu gestalten.
Freiräume für nächste Schritte
Auf diesem Weg begleitet sie Maylien Henze, Leiterin Personalentwicklung. Mit ihrem Team unterstützt sie die rund 2.450 Mitarbeitenden dabei, ihre Karriere aktiv zu gestalten. „Uns ist es wichtig, dass alle ihr Potenzial entfalten können“, sagt sie. In Entwicklungsdialogen spricht sie über Ziele und Perspektiven. Weiterbildung ist dabei ein zentraler Baustein. Die Süwag bietet dafür vielfältige Formate: Online-Schulungen, Präsenzseminare, Workshops, Coachings und Programme wie NeNa. Grundlage ist das 70-20-10-Modell: Lernen findet überwiegend im Arbeitsalltag statt (70 Prozent), ergänzt durch das Lernen durch Zusammenarbeit wie Feedback, Mentoring, (Peer-)-Coaching (20 Prozent) sowie formale Weiterbildung in Workshops und Seminaren zu Themen von Arbeitssicherheit bis Kommunikation (10 Prozent).Dabei ist Lernen fester Bestandteil der Arbeit. Das heißt, Mitarbeitende dürfen Lernzeit flexibel in ihren Arbeitsalltag integrieren.
Diese Haltung tragen auch die Führungskräfte mit. Im Programm „Führen mit Herz, Hand und Kopf“ setzen sie sich mit ihrer Rolle als Entwicklungsbegleiter auseinander. „Spitzensportler hören ja auch nicht auf zu trainieren“, sagt Maylien Henze. Ziel ist es, Mitarbeitende zum Mitgestalten zu ermutigen, unabhängig von Alter oder Karrierestufe. Davon profitiert auch Dominik Groß. Der 44-jährige Kundenbetreuer kam als Quereinsteiger in die Energiebranche. Um sich fachlich weiterzuentwickeln, absolviert er berufsbegleitend die Weiterbildung zum geprüften Fachwirt für Energiewirtschaft. Flexible Arbeitszeiten helfen ihm, Freiräume für seine Weiterbildung zu schaffen. Für Dominik Groß ist sie die Basis für einen nächsten Karriereschritt – etwa in Richtung Teamleitung.
Ob Quereinstieg oder Nachwuchsführungskraft: Die Beispiele zeigen, wie unterschiedlich Karrieren verlaufen können. Für Vanessa Schuller ist dabei eines klar: „Lernen ist für mich Perspektive – und die Chance, persönlich und fachlich zu wachsen.“
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Lernen für den nächsten Schritt
Wie Dominik Groß nach seinem Quereinstieg bei der Süwag gezielt in seine fachliche Entwicklung investiert.
„Es ist nie zu spät, noch einmal neu anzufangen“, sagt Dominik Groß. Der 44-jährige Kundenbetreuer bei der Süwag hat diese Einstellung stets auch in seine beruflichen Entscheidungen einfließen lassen. Nach dem Realschulabschluss absolvierte er eine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation und arbeitete zunächst bei einer Bank. Als bei seinem damaligen Arbeitgeber 2014 Stellen abgebaut wurden, nutzte er die Situation für eine berufliche Neuorientierung und machte sein Hobby zum Beruf. Er übernahm ein Online-Portal für Regionalfußball.
Doch in der Corona-Pandemie konnte Dominik Groß das Portal nicht mehr weiterführen. Erneut orientierte er sich neu und kehrte ins Angestelltenverhältnis zurück – diesmal in der Energiebranche. Seit eineinhalb Jahren arbeitet er nun bei der Süwag. „Für mich war das die richtige Entscheidung“, sagt er. „Ich wurde offen aufgenommen und gut eingearbeitet.“
Als Quereinsteiger wollte Groß jedoch von Anfang an mehr als nur ankommen. „Ich wollte die Branche wirklich verstehen und mir ein solides Fundament aufbauen.“ In seinem ersten Jahresgespräch sprach er diesen Wunsch offen an. Gemeinsam mit seinem Vorgesetzten und der Personalabteilung suchte er nach einer passenden Qualifizierung. Die Wahl fiel auf die berufsbegleitende Weiterbildung zum geprüften Fachwirt für Energiewirtschaft.
Über 14 Monate arbeitet sich Groß im Selbststudium durch die Inhalte, bearbeitet Aufgaben und bereitet sich auf eine schriftliche und eine mündliche Prüfung vor. Zwei- bis dreimal pro Woche lernt er abends, oft auch samstags. „Das erfordert Disziplin“, sagt er. „Aber ich werde dabei gut unterstützt.“ Mehrere Kolleginnen absolvieren die Weiterbildung ebenfalls, der Austausch hilft. Für die Prüfungsvorbereitung nutzt er Gleitstunden, eine Abschlussprämie setzt zusätzliche Motivation frei.
Für Dominik Groß ist die Weiterbildung mehr als ein Zertifikat. Sie ist der nächste logische Schritt auf seinem Weg. Denn er kann sich vorstellen, zukünftig mehr Verantwortung zu tragen, und zum Beispiel eine Führungsposition zu übernehmen. Der Weg des 44-Jährigen zeigt, eine Karriere muss nicht gradlinig verlaufen.

Dominik Groß
