Pflanzen

Garten im Glas

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  • 25.06.2024
  • 3 Minuten
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Mit einem Flaschengarten erschaffst du ein kleines Ökosystem, das ganz von alleine wächst und gedeiht. In dem luftdicht verschlossenen Glas entsteht durch die Feuchtigkeit im Inneren und das Licht von außen ein Nährstoffkreislauf, der alle Pflanzen versorgt.

Du brauchst:

  • großes Glas mit Schraubdeckel
  • Moos
  • Pflanzen (zum Beispiel Farne oder Sukkulenten)
  • Aktivkohle
  • Pflanzengranulat
  • Blumenerde
  • Steine, Muscheln, Figuren und andere Dekoration
  • Sprühflasche mit Wasser

So geht's

1.
Fülle Pflanzengranulat in das Glas. Die Schicht sollte zwei bis drei Zentimeter dick sein. Sie ist das Bewässerungssystem für deinen Garten und sorgt dafür, dass das Wasser abfließen kann.

2.
Jetzt verteilst du zwei Esslöffel Aktivkohle auf dem Granulat.

3.
Als Nächstes kommt die Blumenerde ins Glas. Schichte circa vier Zentimeter Erde auf und befeuchte diese mit ein paar Spritzern Wasser aus der Sprühflasche.

4.
Nun kannst du deine Pflanzen einsetzen. Mache für jede Pflanze eine kleine Mulde, lockere die Wurzeln, setze die Pflanze hinein und drücke die Erde vorsichtig fest. Lege die Zwischenräume mit Moos aus.

5.
Verschönere deinen Garten mit Muscheln, Steinen oder Tierfiguren. Schraube das Glas zu und stelle es an einen sonnigen Ort. Fertig!

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Tipps und Tricks für deinen Garten im Glas

Welche Pflanzen gedeihen in einem Glasgefäß?
Nicht jede Pflanze fühlt sich in dem feuchtwarmen Klima eines Glases wohl. Einige Arten sind auch zu groß für ein Glas. Damit es dir leichter fällt, Pflanzen auszuwählen, haben wir eine Liste zusammengestellt:

  • Moos. Die flauschige Pflanze eignet sich hervorragend, um den Boden deines Gartens zu bedecken. Moos liebt feuchtes Klima.
  • Sukkulenten. Der Elefantenfuß und andere Pflanzen dieser Art sind pflegeleicht, mögen es feucht, aber nicht zu nass. Der charakteristische Stamm erinnert an einen Elefantenfuß und gibt dem Gewächs seinen Namen.
  • Zierspargel. Ursprünglich kommt der Zierspargel aus Asien. Bei uns wird er von Floristen auch gerne als Bindegrün für Blumensträuße verwendet. Er gehört zu den anspruchslosen Pflanzen und wächst auch im Glas.
  • Kaffeepflanze. Eine kleine Version der Pflanze, an der Kaffeebohnen wachsen, ist eine gute Wahl für den Glasgarten. Sie braucht viel Licht, Wärme und Feuchtigkeit. All das bekommt sie in deinem Glas.
  • Farn. Farne zählen zu den ältesten Pflanzen der Welt und sind mit ihren filigranen Blättern ein Hingucker. 

Diese Pflanzen kannst du im Gartencenter kaufen. Achte darauf, Ableger oder Mini-Versionen zu verwenden, damit die Pflanzen in deinem Glas ausreichend Platz haben.

Was kannst du beobachten?
In deinem Glas entsteht eine sogenannte Hermetosphäre, ein abgeschlossenes Ökosystem. Du kannst beobachten, wie die Pflanzen sich selbst versorgen. Dazu nutzen sie drei Kreisläufe:

  • Den Wasserkreislauf: Die Pflanzen ziehen aus der Erde das Wasser und geben es als Gas über die Blätter wieder in die Luft ab: Das Wasser verdunstet. Der entstehende Wasserdampf sammelt sich an der Glasinnenseite. Dort kondensiert er zu flüssigem Wasser und sickert wieder in die Erde.
  • Den Nährstoffkreislauf: Mithilfe von Wasser, Licht und Kohlendioxid produzieren die Pflanzen Nährstoffe, um zu wachsen. Diesen Vorgang nennt man Photosynthese. Dabei geben sie Sauerstoff in die Luft ab.
  • Den Gaskreislauf: Bakterien und andere Mikroorganismen in der Erde nehmen den Sauerstoff aus der Luft auf, zersetzen abgestorbene Pflanzen und setzen Kohlendioxid frei. 

Fotos: qnula/Shutterstock.com, tarapong srichaiyos/Shutterstock.com, Schleich

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