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Effizienter aufstellen

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  • 24.06.2022
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Die Preise für Strom und Wärme klettern immer weiter in die Höhe. Wir erklären, wie Sie Ihre Heizkosten langfristig senken, und was hinter dem Preisanstieg steckt.

In Deutschland wird seit vielen Monaten der Energiemarkt durchgerüttelt. Die Preise für Erdgas und Heizöl – und damit unter anderem für Strom und Wärme – haben so stark angezogen wie nie zuvor. „Gründe dafür gibt es gleich mehrere“, sagt Süwag-Vertriebsgeschäftsführer Christopher Osgood. So hat etwa die Erholung der weltweiten Wirtschaft nach dem Einbruch durch die Corona-Pandemie international zu einer steigenden Nachfrage nach Energie geführt. In Deutschland erhöhte zudem der kühle Winter 2020/21 den Verbrauch. Die Gasspeicher waren anschließend fast leer und wurden später nicht ausreichend nachbefüllt. Der Energiebedarf war groß, doch das An­gebot begrenzt. Also zogen die Preise an.

Da Gas zudem für die Stromerzeugung eingesetzt wird, schlägt sich die Preissteigerung auch auf den Strompreis nieder. Denn der Stromverbrauch ist ebenfalls gestiegen und lässt sich zurzeit noch nicht allein mit erneuerbaren Energien abdecken. „Deshalb müssen an Tagen ohne ausreichend Sonne und Wind die Gaskraftwerke zusätzlichen Strom produzieren“, erklärt Osgood.

Der Krieg in der Ukraine hat die Lage auf dem Energiemarkt nun weiter verschärft. „Schon Ende 2021 war der Einkaufspreis für Gas enorm angestiegen“, so der Süwag-Experte. „Im März 2022 hat er dann aber einen historischen Höchststand erreicht.“

Christopher Osgood
Süwag-Vertriebsgeschäftsführer

75

Prozent der Wärme zieht eine Wärmepumpe aus der Umgebung.

Was hilft gegen die steigenden Kosten? Verbraucher tun gut daran, sich in Sachen Energie möglichst wirtschaftlich aufzustellen. Hierfür bieten sich etwa Photovoltaik und sparsame Heiztechnik wie Wärmepumpen an. „Wärmepumpen gehören aktuell zu den effizientesten Heizlösungen“, sagt Osgood. Die Pumpen ziehen nämlich rund drei Viertel der Wärmeenergie kostenlos aus Luft, Erdreich oder Grundwasser. Nur ein kleiner Rest wird durch Strom erzeugt. Soviel Energieeffizienz freut auch den Bund, der den Einbau bestimmter Wärmepumpen mit einem Zuschuss von 35 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt. Wer seine alte Ölheizung gegen eine Wärmepumpe austauscht, kann sogar mit einer Förderung von 45 Prozent rechnen. Eine Investition, die langfristig das Konto spürbar entlastet.

Interview mit Christopher Osgood zur Situation auf dem Energiemarkt

EntLASTUNG AUF DER STROMRECHNUNG

Ab dem 1. Juli 2022 wird die EEG-Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien ausgesetzt. Die Süwag gibt diese Entlastung in vollem Umfang an ihre Kunden weiter und passt die Tarife an – angesichts der derzeitigen Preissituation ein Lichtblick für alle Verbraucher. Künftig wird die EEG-Umlage über den Energie- und Klimafonds finanziert.

Quelle: Beschaffungspreise an der Energiebörse EEX

Wärmepumpen auch für ältere Häuser

Viele Neubauten werden mittlerweile mit Wärmepumpen-Heizungen geplant. Aber auch in bestehenden Gebäuden kann diese Technik energiesparend arbeiten. Laut Verbraucherzentralen benötigen die Häuser dafür eine gute Dämmung. Zudem sollte die Vorlauftemperatur der Heizung möglichst niedrig sein. Das geht am besten, wenn bereits Fußboden- oder Wandheizungen eingebaut sind. Sind lediglich herkömmliche Heizkörper vorhanden, lassen sie sich in einigen Fällen gegen größere Modelle oder Niedrigtemperatur-Heizkörper auswechseln.

Sogenannte Warmwasser-Wärmepumpen sind eine gute Alternative für Gebäude, in denen sich die Heizung nur schwer umrüsten lässt. Sie sorgen zwar nicht für warme Räume, heizen aber das Trinkwasser auf: zum Beispiel zum Duschen. So können Sie Ihre Heizung im Sommer beruhigt ausstellen. Die Pumpen benötigen zudem kein Außengerät, ihnen reicht die Wärme des Heizungsraums.

Sie interessieren sich für eine Wärmepumpe? Wir beraten Sie. Mehr Infos auf suewag.de.

Fotos: New Africa/Shutterstock.com, Video: Süwag

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