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Ob beruflich oder privat: Schnelles Internet ist im Alltag zunehmend unverzichtbar.

Glasfaser

Mehr Tempo fürs Netz

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  • 24.06.2022
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Ob beruflich oder privat: Schnelles Internet ist im Alltag zunehmend unverzichtbar.

Schnelles Internet wird immer wichtiger. Deshalb baut die Süwag das Glasfasernetz aus – und hat dabei auch ländliche Regionen im Blick.

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Ob beruflich oder privat: Schnelles Internet ist im Alltag zunehmend unverzichtbar.

Im Homeoffice läuft die Videokonferenz, eines der Kinder streamt einen Film, das andere hat Online-Nachhilfe: Findet das alles gleichzeitig statt, macht in vielen Haushalten das Internet schlapp.

Kein Wunder: Die Kupferkabel, die im Großteil Deutschlands für den Datentransport sorgen, kommen an ihre Grenzen. Sie sind nicht ausgelegt für stetig höhere Bildauflösungen und immer mehr digitale Anwendungen von Podcast bis Smart-Home-System. Glasfaserleitungen können dies hingegen problemlos stemmen. Selbst wenn viele große Datenpakete zur gleichen Zeit unterwegs sind, entsteht kein Stau im Netz. „Mittlerweile nimmt der Ausbau des Glasfasernetzes hierzulande zwar Fahrt auf, trotzdem hinkt Deutschland im internationalen Vergleich hinterher. Und die Datenmengen, die es zu übertragen gilt, wachsen stetig an“, erklärt Süwag-Vertriebsvorstand Mike Schuler. So gehen Analysen davon aus, dass sich die Bandbreitennachfrage in den kommenden fünf Jahren um das Fünf- bis Sechsfache erhöhen wird.

Wir möchten auch Kleinstädte und Gemeinden fit für die Zukunft machen.“

Mike Schuler
Süwag-Vorstand

Die Süwag reagiert auf diese Entwicklung: Damit ihre Kunden im Internet nicht ausgebremst werden, baut sie die Netzstruktur in ihrem Verbreitungsgebiet gezielt aus. Wichtig ist ihr dabei, auch ländliche Regionen mit schnellem Internet zu versorgen. „Der Glasfaserausbau wird oft nur im städtischen Bereich vorangetrieben“, sagt Schuler. „Wir möchten auch Kleinstädte und Gemeinden fit für die digitale Zukunft machen.“ Beim jüngsten Projekt in Eltville am Rhein bietet die Süwag deshalb die schnellste Glasfaservariante an: Beim sogenannten Fibre-to-the-Home-Anschluss (FTTH) führt das Glasfaserkabel direkt ins Haus, anstatt im Verteilerkasten des Viertels zu enden. „Bei VDSL übernimmt die letzte Meile zum Haus meistens ein Kupferkabel. Das senkt die Übertragungsgeschwindigkeit deutlich“, so Schuler. Mit einem FTTH-Anschluss passiert das nicht. Hier sind für alle, die das wollen, mindestens 1.000 Megabits pro Sekunde (Mbit/s) drin.

Bisher hat die Süwag mit ihrer Netztochter Syna nur für die Infrastruktur der Glasfasernetze gesorgt. In Eltville am Rhein tritt sie erstmals als Telekommu­nikations-Anbieter auf. „Mit diesen Services erweitern wir unser Geschäftsfeld und werden als Versorger noch attraktiver“, so Schuler. Bürgermeister Patrick Kunkel freut sich, dass die Süwag in seiner Kommune in den Netzausbau investiert: „Ein Glasfasernetz ist ein wegweisender Zukunftsfaktor für unsere Stadt“, betont er.

Finden sich in Eltville am Rhein genügend Kunden für einen schnellen Glasfaser­anschluss, könnten die ersten von ihnen schon 2023 mit Highspeed ins Netz gehen.

Glasfaser: Ihre Vorteile

Schnell: Glasfaserleitungen bilden die schnellsten Netzverbindungen, die es gibt. Sie übermitteln Daten mit Lichtgeschwindigkeit.
Zukunftssicher: FTTH-Glasfaseranschlüsse können mehr Daten über­tragen, als heute selbst die aufwendigsten Anwendungen brauchen.
Stabil: Bei einem FTTH-Anschluss besteht der komplette Leitungsverbund aus Glasfaserkabeln. Das garantiert eine konstante Übertragungsgeschwindigkeit – selbst dann, wenn viele Nachbarn im Netz aktiv sind.
Umweltfreundlich: Glasfaserkabel verbrauchen für den Datentransport 17-mal weniger Energie als ein Kupfer­netz. Zudem verursachen sie keine elektromagnetische Strahlung.

Eine kurze Geschichte der Glasfaser

  • Vor rund 4.000 Jahren: Phönizier, Griechen und Ägypter nutzen Glasfäden, um ihre Gefäße zu verzieren.
  • 18. Jahrhundert: Der französische Natur- und Materialforscher Ferchault de Reamur weist auf die Möglichkeit hin, feine Glasgarne zu verweben. In Thüringen stellen Glasbläser Engelshaar für ihre Weihnachtsartikel her.
  • 1930: In Deutschland setzt der Medizinstudent Heinrich Lamm als erster ein Bündel optischer Fasern zusammen, um Bilder zu erhalten. Sein Ziel ist es, einen Blick in den Körper zu werfen. Bei seinen Experimenten gelingt es ihm, das Bild einer Glühbirne zu übertragen. Es ist jedoch von schlechter Qualität.
  • 1961: Elias Snitzer von American Optical veröffentlicht eine Beschreibung von sogenannten Single-Mode-Fasern. Sie besitzen einen Kern, der mit nur einem Wellenleitermodus Licht transportieren kann. Für medizinische Zwecke reicht das. Doch für den Einsatz in der Kommunikation ist der Lichtverlust über größere Entfernungen zu hoch.
  • 1966: Der spätere Nobelpreisträger Charles Kao errechnet, dass mit Glasfasern per Lichtwellen Daten über 100 Kilometer übertragen werden könnten. Tatsächlich schaffen sie zu diesem Zeitpunkt nur 20 Meter ohne Datenverluste. Die Fasern sind nicht rein genug.
  • Ab Mitte der 1960er Jahre: Mitarbeiter der britischen Post wenden sich an die US-Firma Corning, die Spezialglas- und Keramikprodukte herstellt. Das Ziel: Gemeinsam reine Glasfasern für die Fernübertragung entwickeln.
  • 1970: Corning-Wissenschaftler präsentieren die erste verlustarme optische Glasfaser. In den folgenden Jahrzehnten verbreitet sich Glasfasertechnik weltweit und hält schließlich Einzug in private Haushalte.
  • Heute: Bis heute kommt am Ende einer Glasfaser stets weniger Licht an, als hineingegeben wird. Durch verbesserte Produktionsverfahren nimmt der Lichtverlust jedoch immer weiter ab. Zudem werden Zwischenverstärker eingesetzt, die die eingespeisten Signale wieder verstärken. So können selbst über längere Strecken immer größere Datenraten fließen.

Schnelles Internet für Ihr Zuhause

Die Süwag stattet Eltville am Rhein flächendeckend mit dem Glasfasernetz Fibre-to-the-Home (FTTH) aus. Sichern Sie sich Ihren zuverlässigen Breitbandanschluss!

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Fotos: Geber86/iStock, Videos: Süwag

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