Netzleitstelle

Die Netze im Blick

  • 10.06.2025
  • 1 Minute
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„Mein Name ist Annika Wiener und ich arbeite als Ingenieurin für Schaltungskoordination in der Netzleitstelle in Frankfurt-Höchst – einer von zwei Leitstellen der Syna. Meinen Freunden erkläre ich meinen Job immer so: Ich entscheide, welche Stromkreise an- und ausgeschaltet werden dürfen, damit überall noch Licht brennt. Konkret kümmere ich mich um die Hochspannungsnetze. Stehen zum Beispiel Bauarbeiten an oder muss ein Mast gewartet werden, nehmen wir den betroffenen Teil vom Netz, damit unsere Kollegen sicher arbeiten können. Ich plane die dafür nötigen Schaltmaßnahmen – so, dass die Stromversorgung gewährleistet bleibt.

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Stunden, an sieben Tagen in der Woche sorgen die Teams der zwei Syna-Leitstellen dafür, dass in den Netzen alles glatt läuft.

Auf Basis meiner Berechnungen setzen unsere Schaltmeister die Maßnahmen um. Sie reagieren auch auf unvorhergesehene Störungen – in der Hoch-, Mittel- und Niederspannung. Fällt irgendwo der Strom aus, müssen wir uns schnell einen Überblick verschaffen. Wo liegt der Fehler? Können wir umschalten, um die Versorgung wiederherzustellen? Da gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren! Zum Glück wird das Netz in vielen Bereichen intelligenter: Unsere Ortsnetzstationen, die Trafohäuschen, werden zum Beispiel nach und nach digitalisiert. So können wir Störungen oft aus der Ferne beheben und Ausfallzeiten verkürzen.

Die Energiewende verändert die Netze enorm: Sie werden ausgebaut, weil wir künftig mehr Strom benötigen. Zudem wird das System immer dezentraler, weil Tausende Windkraft- und Millionen Solaranlagen Energie einspeisen. Und viele Verbraucher sind selbst Erzeuger, etwa mit einer eigenen Solaranlage auf dem Dach. All das beeinflusst unsere Arbeit. Wir müssen mehr koordinieren und eingreifen, um das komplexe System stabil zu halten. Damit das im Ernstfall gut klappt, machen wir regelmäßig Trockenübungen – sicher ist sicher!“


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