Erneuerbare Erzeugung

Die Kraft der Natur

  • 24.03.2026
  • 5 Minuten
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Gemeinsam mit unseren Partnern treiben wir den Ausbau von Wasser-, Wind- und Sonnenenergie voran. Das Ziel: noch mehr grün erzeugter Strom direkt von nebenan.

Sie sind imposant und in einem knalligen Königsblau lackiert : Die Turbinen ziehen die ganze Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. In regelmäßigen Abständen schallt ohrenbetäubender Lärm durch den Maschinenraum. Draußen windet sich die Lahn in einer Schleife um das Gebäude. Es ist ihre Strömung, die die Turbinen in Bewegung setzt, die ihrerseits wiederum Generatoren antreiben. Dabei überwindet das Wasser eine Fallhöhe von acht Metern. Das macht das Wasserkraftwerk in Cramberg zum leistungsstärksten Kraftwerk der Süwag an der Lahn.

Die Strömungsenergie des Flusses wird an dieser Stelle schon seit 1927 in elektrische Energie umgewandelt. Trotzdem ist es ein Ort, der für Zukunft steht: Nach einer aufwändigen Generalüberholung arbeitet das Kraftwerk mit zwei modernen Kaplanturbinen, die noch mehr Energie aus dem Wasser herausholen: „Mit 14,4 Millionen Kilowattstunden produziert die Anlage jährlich rein rechnerisch Strom für 4.100 Haushalte – 700 mehr als vor der Sanierung“, sagt Dominik Kauss.

Der Leiter des Fachbereichs Erneuerbare Erzeugung bei der Süwag Grüne Energien und Wasser AG (SGEW) ist stolz auf dieses Projekt, das finanziell und planerisch ein Kraftakt war. Denn es zahlt auf ein großes Ziel ein: die Energiewende in der Region voranzutreiben. „Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein. Als Energieversorger sind wir ganz besonders verantwortlich dafür, das zu ermöglichen“, betont Dominik Kauss. „Daher erhöhen wir schrittweise nicht nur unsere Ökostromquote, sondern investieren weiter in erneuerbare Erzeugungsanlagen. Damit helfen wir auch unseren Kunden, klimafreundlicher zu werden. Eine nachhaltige Zukunft können wir nur gemeinsam gestalten!“

Blitzy erklärt’s

Unsere dreizehn Laufwasserkraftwerke sind rund um die Uhr in Betrieb, außer bei Hoch- und Niedrigwasser. Sie versorgen unsere Regionen also besonders zuverlässig mit Grünstrom.

Eine Terawattstunde bis 2030

Bereits heute produzieren zahlreiche Anlagen im Süwag-Gebiet erneuerbare Energie: von Laufwasserkraftwerken über Windparks bis hin zu Photovoltaik- und Biogasanlagen. Insgesamt 0,212 Terawattstunden Strom haben sie uns im Jahr 2024 geliefert. Nichts gegen das, was in Zukunft geplant ist! Bis 2030 wollen wir uns gemeinsam mit unseren Partnern den Zugriff auf 1 Terawattstunde (TWh) regenerativ erzeugten Strom sichern. Mehr grüne Energie direkt von nebenan bedeutet auch: Wir müssen weniger Ökostrom einkaufen, um die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten zu bedienen. Das macht uns weniger abhängig von fremden und oftmals teuren Herkunftsnachweisen.

„Eine nachhaltige Zukunft können wir nur gemeinsam gestalten.“

Dominik Kauss, Leiter Erneuerbare Erzeugung SGEW

Das Ziel fest im Blick, folgen Dominik Kauss und seine Kollegen einem klaren Plan. Die Effizienz der dreizehn eigenen Wasserkraftwerke zu steigern, ist dabei nur einer von mehreren Bausteinen. Das Team der SGEW ist zudem an den Entwicklungsplänen für ein neues Pumpspeicherkraftwerk in Hessen beteiligt. Das Prinzip: Scheint die Sonne gerade besonders stark oder weht der Wind besonders kräftig, wird überschüssiger Grünstrom genutzt, um Wasser in ein höher gelegenes Becken zu pumpen. Bei Bedarf kann das Wasser später wieder abgelassen werden. Dabei treibt es Turbinen an, deren Bewegungsenergie erneut in elektrische Energie umgewandelt wird. „Ein Leuchtturmprojekt, das die grüne Erzeugung perfekt ergänzen könnte“, meint Dominik Kauss.

„Wir möchten, dass alle vor Ort den Mehrwert von Wind- und Solarprojekten spüren.“

Dominik Kauss, Leiter Erneuerbare Erzeugung SGEW

Auch die Kraft der Sonne bleibt im Süwag-Gebiet nicht ungenutzt. Aktuelles Beispiel: der Bau einer Photovoltaik-Freiflächenanlage im rheinland-pfälzischen Winden. Das Gelände, eine 4,5 Hektar große sogenannte Kalamitätsfläche, hat die Gemeinde bewusst ausgewählt. „Bis vor einigen Jahren haben hier Bäume gestanden, die dann aber leider dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen sind“, berichtet Ortsbürgermeister Gebhard Linscheid. „Wir waren uns im Gemeinderat schnell einig, dass wir an dieser Stelle einen Solarpark errichten und so unseren Teil zu einer klimafreundlichen Energieversorgung beitragen wollen.“ Mit der Süwag als Partner, die die Anlage errichtet und später auch betreiben wird, packt Winden es an! Bereits ab diesem Sommer könnte der Solarpark einen wichtigen Boost für die Mission Nachhaltigkeit liefern.

Er hat eine Leistung von 6,2 Megawatt und soll damit jährlich rund 6,2 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugen – genug, um rein rechnerisch rund 2.000 Haushalte zu versorgen.

Noch bedeutender als Sonnenstrom aber ist die Windenergie in unseren Regionen. Ein Großteil des erneuerbaren Stroms, den wir erzeugen, stammt – neben der Wasserkraft – aus Windkraftanlagen. Und: „Wind hat das größte Ausbaupotenzial – vor allem auf den Höhenzügen im Taunus, Westerwald, Hunsrück und im Neuwieder Umland“, erklärt Dominik Kauss. Windparks spielen daher eine große Rolle, um unser 1-TWh-Ziel zu erreichen. Wie beim Solarprojekt in Winden setzen wir dabei auf die Zusammenarbeit mit den Kommunen der Region, denen viele geeignete Flächen gehören.

Den Ausbau vorantreiben

„Ohne diese Partnerschaften wären Solar- und Windvorhaben kaum realisierbar“, sagt Dominik Kauss. „Uns ist es dabei sehr wichtig, dass alle vor Ort den Mehrwert dieser Projekte spüren.“ So erzielen Kommunen nicht nur über die Flächenpacht Erlöse. Sie erhalten auch die Möglichkeit, sich aktiv an den Anlagen zu beteiligen. Was das bringt, zeigen etwa die Bürgerwindparks in Heidenrod und Mengerskirchen. „Mit den kommunalen Einnahmen wurden dort Investitionen in die öffentliche Infrastruktur möglich, von denen die Bevölkerung direkt profitiert“, betont der Experte. Eine Win-Win-Situation für Süwag, Kommune – und das Klima: Zusammen sparen beide Windparks etwa 67.800 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid pro Jahr ein.

Nach einem ähnlichen Prinzip hat die SGEW inzwischen drei weitere Windprojekte angestoßen: im Kirchspiel Urbach, in Mengerskirchen und in Lorch. Und eines ist sicher: Künftig werden noch mehr neue Anlagen hinzukommen. Denn Dominik Kauss und seine Kollegen fahren den Turbo hoch – in ihren Wasserkraftwerken und beim Ausbau der Wind- und Solarenergie.

Das bedeutet für Sie

  • mehr Strom aus regenerativen Quellen
  • erzeugt vor Ort, direkt in Ihrer Region
  • geringere Abhängigkeit von internationalen Preisschwankungen und teuren Herkunftsnachweisen
  • stabile und zuverlässige Versorgung
  • neue Möglichkeiten, die Energiewende vor Ort selbst mitzugestalten

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