Künstliche Intelligenz

Energie mit Köpfchen

  • 25.11.2025
  • 5 Minuten
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Das Raumschiff, in dem die Süwag-Crew unterwegs ist, ist der Fantasie entsprungen – visualisiert mithilfe von KI. Doch manchmal fühlt es sich für Marcus Kramer und seine Kollegen tatsächlich so an, als wären sie gemeinsam auf einer Mission in fremde Welten unterwegs. Ein Landungstrupp, der die Gegebenheiten auf neu entdecktem Terrain auslotet. „Als KI-Referent bei der Süwag wurde ich eingestellt, um das Potenzial von künstlicher Intelligenz genau in den Blick zu nehmen“, erklärt der Marcus Kramer aus dem Marketingmanagement. „Wir möchten wissen, wo diese zukunftsweisende Technologie einen echten Mehrwert bietet – für unsere Belegschaft und vor allem für unsere Kunden.“

Unter anderem beschäftigen sich Marcus Kramer und seine Kollegen mit den Möglichkeiten von KI für den Kundenservice. Chatbot Karl ist dafür ein gutes Beispiel: Als persönlicher digitaler Assistent ist er rund um die Uhr auf unserer Website ansprechbar. Statt in der Warteschleife zu hängen oder eine förmliche Mail zu schreiben, können Kunden jederzeit mit Karl chatten – und erhalten unkompliziert Hilfe. So informiert Karl über Stromtarife, hilft, den Abschlag anzupassen und unterstützt bei vielen weiteren Fragen.

Smarter Service

„Damit das gut klappt, nutzt Karl auch künstliche Intelligenz“, erklärt Marcus Kramer. „So kann er noch individueller und zielgerichteter antworten – perspektivisch nicht nur auf Deutsch. Wir möchten ihm viele weitere Sprachen beibringen.“ Eine prima Ergänzung zum persönlichen Kundenservice!

56

Prozent der Deutschen glauben, dass KI helfen wird, große Probleme der Menschheit zu lösen.

(Quelle: Bitkom Research 2024)

45

Prozent der deutschen Firmen arbeiten mit generativen KI-Tools wie ChatGPT.

(Quelle: PwC 2024)

Auch für Erklärvideos kommt künftig KI zum Einsatz. Denn nicht nur Abbildungen wie die Raumschiff-Szenerien in dieser Story, auch Videos lassen sich mithilfe von KI erstellen. „Und zwar schneller, günstiger und individueller als zuvor“, sagt Marcus Kramer. „So können wir unseren Kunden noch mehr anschauliche Erklärungen zu typischen Fragen liefern – und sie zum Beispiel mithilfe eines KI-Avatars Schritt für Schritt durch Prozesse wie die Hinterlegung eines SEPA-Mandats leiten.“

„KI ist der Schlüssel zu einer zukunftssicheren Energiewende.”

Daniel Natt, Manager KI- und Datenstrategie bei der Syna

Wie aber funktioniert das eigentlich genau? Wie nutze ich KI, um Videos zu erstellen oder für andere Aufgaben? Die intelligente Technologie ist auch für viele Mitarbeiter bei der Süwag noch Neuland. Deshalb legen wir einerseits viel Wert auf Weiterbildung und setzen andererseits auf die Expertise von Kollegen wie Sven Dorosz. Als Leiter Datenmanagement dreht sich bei ihm alles darum, wie man Prozesse optimieren, überwachen und automatisieren kann. „Mit meinem Knowhow unterstütze ich die Fachbereiche und gebe den Kollegen Werkzeuge an die Hand, damit sie effizienter arbeiten können“, erklärt er. Davon profitieren oft ganz unmittelbar Sie als Kunden: zum Beispiel, weil Rechnungen oder andere Anfragen dank smarter Tools schneller bearbeitet werden. Gut zu wissen: Auch wenn im Hintergrund KI im Spiel ist, können Süwag-Kunden künftig weiterhin über verschiedene Kanäle mit uns kommunizieren – ob digital, persönlich am Telefon oder per Chat!

In Zukunft, davon ist Sven Dorosz überzeugt, wird er gemeinsam mit seinen Kollegen noch viele spannende Dinge anstoßen: „Ob wir ideale Standorte für unsere ServiceCenter finden, Energielösungen intelligenter machen oder Entwicklungen auf dem Energiemarkt besser vorhersagen und somit günstiger Strom einkaufen möchten: Bei all dem könnte KI eine echte Hilfe sein.“

„Wir testen, wie KI uns und unseren Kunden helfen kann.”

Matthias Grünewald, Chief Technology Officer bei der Syna

Auch unsere Netztochter Syna setzt auf die Unterstützung der Technik: Chief Technology Officer Matthias Grünewald testet die Potenziale von KI in einer Reihe von Pilotprojekten. „So wollen wir herausfinden, wie sie uns und unseren Kunden helfen kann.“

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Intelligenz für sichere Netze

Sein Kollege Daniel Natt, verantwortlich für die Daten- und KI-Strategie, schafft die Voraussetzungen dafür. „Meine Aufgabe ist es, die notwendige Datenbasis zu schaffen, damit künstliche Intelligenz überhaupt sinnvoll eingesetzt werden kann“, erklärt er. „Dabei geht es auch darum, das passende KI-System für den jeweiligen Anwendungsfall auszuwählen und unsere Mitarbeiter so zu befähigen, dass sie diese Lösungen im Sinne unserer Kunden und für eine sichere Versorgung nutzen können.“ Besonders wichtig ist ihm dabei die Unabhängigkeit von externen Plattformen: „Wir behalten die volle Kontrolle über unsere Systeme und Daten. Denn Stabilität ist auch bei KI das A und O, um Energie besser zu machen.“

73

Prozent der Deutschen halten künstliche Intelligenz für die wichtigste Zukunftstechnologie.

(Quelle: Bitkom Research 2024)

Konkret wird KI bei der Syna bereits für die Überprüfung von Hochspannungsnetzen eingesetzt. Seit 2023 inspizieren Drohnen automatisiert ausgewählte Freileitungsstrecken und liefern hochauflösende Fotos davon. Intelligente Algorithmen erkennen Schäden wie defekte Beschichtungen oder Vogelnester. „Auffälligkeiten entdecken wir so schneller und der Kontrollaufwand sinkt“, sagt Daniel Natt. In der Testphase hat der smarte Leitungscheck überzeugt. Deshalb wird er im Jahr 2026 weiter ausgebaut. „Damit könnte diese Methode bald neuer Standard werden und aufwendige Kontrollen per Hubschrauber reduzieren.“

Werkzeug für die Energiewende

Versorgungssicherheit ist auch das Stichwort für die Kollegen in den Netzleitstellen. Sie managen die Stromkreise, damit immer überall Licht brennt. Doch die Netze stabil zu halten, wird zunehmend komplexer, weil die Energiewende das gesamte System verändert. Intelligente Systeme entlasten bei der herausfordernden Aufgabe, alles in Balance zu halten. So helfen KI-Systeme etwa dabei, Störungen vorherzusagen und so die Netzstabilität zu sichern. Smart!

All diese Beispiele zeigen: KI ist ein wichtiges Werkzeug, das die Transformation unseres Energiesystems unterstützt und dabei hilft, Energie besser zu machen. Klar ist aber auch: Sie bleibt ein Hilfsmittel, das verantwortlich von Menschen genutzt werden muss – mit Menschen, unseren Kunden, im Blick. Unsere Kollegen bleiben für Sie bei diesem Thema auf Kurs. Wir sind gespannt, wohin die Reise in Zukunft führt!

Netze sicherer machen …

Strommast mit Leitungen vor bewölktem Himmel.

Für die Flugroutenplanung nutzt die Syna dreidimensionale Kartenmodelle, die das Gelände rund um die Masten zeigen. Diese 3D-Karten basieren auf Vermessungsdaten von Lasern (LiDAR-Technologie).

Foto: Süwag

Drohne vor Strommasten

Die Drohne fliegt die vorgegebene Route automatisiert ab und nimmt an festgelegten Punkten Fotos auf. Ein Drohnenpilot ist in Sichtweite, greift aber nur bei Bedarf ein.

Foto: Süwag

Strommast mit Hochspannungsleitungen über einem Feld.

Ein smartes System wertet die Fotos anschließend aus und erkennt zum Beispiel defekte Beschichtungen oder Vogelnester. So wird die Syna schneller und mit geringerem Aufwand auf Schäden aufmerksam.

Foto: Süwag


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