Schön heiß duschen oder baden? In der kalten Jahreszeit tut das besonders gut. Allerdings gehört Warmwasser in privaten Haushalten zu den größten Energieverbrauchern und CO2-Verursachern. Gut, dass wir Tricks kennen, wie Sie sparen – und dabei null Komfort einbüßen.
Die Bereitstellung von Warmwasser macht 10 bis 20 Prozent des gesamten Energieverbrauchs im Haushalt aus. Laut Umweltbundesamt fallen dabei in einem Drei-Personen-Haushalt pro Jahr im Schnitt etwa 1.500 Kilogramm des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 an. Und auch auf dem Konto schlägt das Aufheizen des Wassers ordentlich zu buche.
So geht es klimafreundlicher und günstiger:
1. Wassersparende Armaturen
Durch wassersparende Armaturen lassen sich die Warmwasserkosten deutlich senken. Perlatoren, Wassersparbrausen und Co. können Sie ganz einfach auch nachträglich anbringen. Mit einem Sparduschkopf zum Beispiel fließen dann statt 12 bis 15 Liter nur fünf bis neun durch die Brause. Viele Modelle mischen dabei Luft unter das Wasser – so kommt der Strahl ähnlich voluminös daher wie bei einem herkömmlichen Duschkopf. Ohne sonst etwas zu verändern, verringern Sie Ihren Verbrauch auf diese Weise um bis zu 50 Prozent. Und das Duschen bleibt trotz Spartrick angenehm. Sie möchten keinen neuen Duschkopf kaufen? Dann kann ein sogenannter Durchflussbegrenzer eine Alternative sein. Dieser ringförmige Metalleinsatz wird zwischen Schlauch und Duschkopf geschraubt und drosselt den Wasserdurchfluss.
2. Duschen statt baden
Duschen verbraucht in der Regel weniger Wasser als ein Bad in der Wanne. Aber Achtung: Lassen Sie unter der Brause das Wasser länger als zehn Minuten laufen, kann das den Wasserverbrauch eines Bades womöglich sogar toppen. Tipp: Gewöhnen Sie sich an, das Wasser beim Einseifen unter der Dusche abzustellen – eine kleine Maßnahme mit großer Wirkung.
3. Temperatur regeln
Lange das Wasser laufen lassen, bis es die gewünschte Temperatur erreicht hat? Auch das kostet Energie. Vorteilhafter als alte Zwei-Griff-Armaturen sind daher Einhebel- und thermostatische Mischer. Bei ihnen steht die gewünschte Temperatur schneller zur Verfügung. Übrigens: Wenn Sie zum Händewaschen oder Zähneputzen nur kaltes Wasser verwenden, muss die Heizung gar nicht anspringen und Sie sparen noch mehr. Duschen ist gerade in der kalten Jahreszeit natürlich warm am angenehmsten. Mutige probieren es ab und an trotzdem mal mit einer kalten Einheit – das regt den Kreislauf an!
4. Effiziente Warmwasseraufbereitung
Als Hausbesitzer haben Sie viele weitere Möglichkeiten, die Warmwasserversorgung in Ihrem Zuhause möglichst klimafreundlich und kostengünstig zu gestalten. So erwärmen moderne Heizungen das Wasser besonders sparsam. Wärmepumpen zum Beispiel gehören zu den effizientesten Heiztechniken und können auch zur Warmwassererwärmung genutzt werden. Doch es muss nicht immer eine neue Anlage sein. Auch kleinere Maßnahmen lohnen sich. Dämmen Sie zum Beispiel die Heizungsrohre und die warmen Trinkwasserleitungen, um Wärmeverluste zu vermeiden. Oder regulieren Sie die Vorlauftemperatur Ihrer Heizungsanlage herunter: Ein erfahrener Fachbetrieb hilft Ihnen dabei, sie individuell und so niedrig wie möglich einzustellen. So sparen Sie Energie und Kosten und stellen gleichzeitig sicher, dass die Räume bei voll geöffneten Thermostatventilen noch warm genug werden. Wichtig: Trotz aller Sparbemühungen sollten Sie die Hygiene im Blick behalten. So sollte warmes Wasser im Leitungssystem immer eine Temperatur von mindestens 55 °C haben. Andernfalls können sich krankmachende Legionellen vermehren.
Effiziente Wärmepumpe für Ihr Zuhause
Ob zum Heizen, Warmwassererwärmen oder zum Kühlen: Mit einer Wärmepumpe senken Sie Ihre Energiekosten und leisten Ihren persönlichen Beitrag zur Energiewende. Die Süwag Wärmeexperten beraten Sie gern, um die passende Lösung für Ihre Wohnsituation zu finden.
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