Die Welt vor der eigenen Haustür ein bisschen besser machen: Die Gewinner des Förderpreises der Süwag-Stiftung zeigen, wie viel bewegt werden kann, wenn sich Menschen für ihre Region einsetzen. Nachahmen erwünscht!
Reparieren statt wegwerfen
Windhagen
Zweites Leben für alte Schätzchen: Im Repair Café des Heimat- und Verschönerungsvereins Windhagen retten Tüftler einmal im Monat altgediente Elektrogeräte, Fahrräder und andere Dinge vor dem Müll. Ersatzteile kommen dabei schon mal aus dem 3D-Drucker. Erst Anfang des Jahres haben die Windhagener ihre Initiative gestartet – und auf Anhieb den Süwag-Förderpreis gewonnen. „Wir sind mächtig stolz und können es nicht fassen“, sagt Mario Höß, der die Bewerbung für den Verein eingereicht hat. Das Preisgeld soll in neues Equipment fließen. „Zum Beispiel eine Reparaturhalterung für Fahrräder oder Spezialwerkzeug für E-Geräte. Ideen haben wir viele.“ So bekommt bald noch mehr Altes eine zweite Chance.
20.000
Euro
Preisgeld gibt es für die ausgezeichneten Projekte. So machen wir gute Ideen zu Gewinnern!
Zum Süwag-Förderpreis
Regen clever nutzen
Asbach
Den Garten mit Leitungswasser gießen? Ressourcenschonender geht das mit Regenwasser. Eine Idee, die die Verbandsgemeinde Asbach mit einem Förderprogramm für Regentonnen unterstützt. Über 10.400 Euro zahlte sie dafür an 229 Haushalte aus. „Die Tonnen haben gleich zwei Vorteile: Sie sparen kostbares Trinkwasser und wirken als Pufferspeicher bei Starkregenereignissen“, sagt Thomas Günster von der Verbandsgemeinde, der sich über den zweiten Platz beim Förderpreis freut: „Das ist eine tolle Auszeichnung und zeigt, dass unsere Projekte gut angenommen werden.“ Das Preisgeld kommt einem weiteren Förderprogramm für ressourcenschonende Gartengestaltung zugute.

Kleine Kräutergärtner
Ottersweier
Von Petersilie bis Suppenkraut: Im integrativen Kinderhaus „Maria Montessori“ in Ottersweier gehört ein großer Garten, in dem Obst und Gemüse wachsen, zum pädagogischen Konzept. Der Garten samt Teich ist ein naturnaher Lernort für die Kinder. Dank des Förderpreises kann der Kinderhausverein nun den Bau einer Kräuterspirale für 30 Küchen- und Heilkräuter in Bioqualität angehen. „Wir haben uns sehr über diese Anerkennung unserer Arbeit gefreut! Und das Preisgeld ist für uns so wichtig“, sagt Kinderhausleiterin Michaela Jutz. Im Herbst geht’s los. Dann entsteht nicht nur eine Insektenweide, sondern auch ein weiterer Lern- und Genussort für junge Gärtner.

„Rund 12.000 Menschen haben diesmal beim Online-Voting abgestimmt – fast doppelt so viele wie bei der Premiere 2025. Das freut uns sehr, denn jeder Klick bringt Aufmerksamkeit für tolle Projekte!“
Stephanie Ditscheid, Projektleiterin Süwag-Förderpreis
